Fokus Innenstadt

Stadträume

Die Innenstadt Lingens verfügt über eine Vielzahl von Stadträumen. Der Marktplatz und der Bahnhofsvorplatz an der Bernd-Rosemeyer-Straße sind dabei in Raum und Funktion klar definiert. Zahlreiche Freiflächen verfügen jedoch über keinen klaren Charakter und Nutzer. Einer dieser nicht klar definierten Räume ist das Pferdemarktareal. In diesem Raum gäbe es jetzt Möglichkeiten eine neue Definition zu denken, nachdem das Emslandmuseum erweitert wurde und damit im Umfeld eine neue Idee auch für die Musikschule und den Amtsgerichtspark um den Pferdemarkt herum zu schaffen. Eine Vielzahl weiterer bisher undefinierter Stadträume sind bisher entlang des Konrad-Adenauer-Rings in der westlichen Innenstadt verortet. Dieses betrifft vor allem das übergangsweise als Parkplatz genutzte frühere Schulgelände Am Wall-Süd oder die Bereiche entlang  der Straße Zum neuen Hafen.

Potenziale

Die Innenstadt bietet zahlreiche bauliche und räumliche Potenziale. Hierzu gehören Brachen und Baulücken und großflächige Parkplatzanlagen. Baulücken können geschlossen werden, Brachen aktiviert, Parkplätze entsiegelt und mit den Potenzialen der Freiräume verknüpft und integriert werden.

Nutzungsideen für das Sparkassengebäude am Markt

Aber auch in Bestandsgebäuden finden sich Potenziale der Umnutzung. So steht das Sparkassengebäude am Markt. Diese Nutzung wird in den nächsten zwei Jahren aufgegeben. Dieses Gebäude kann durch neue innovative Nutzungsvorschläge für neue Nutzungen reaktiviert werden und seinen Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt leisten.

 

Wir würden von Ihnen gerne in den Kommentaren erfahren:

  • Wo sehen Sie noch potenziale in der Innenstadt?
  • Was fehlt Ihnen in der Innenstadt?
  • Welchen Charakter würden Sie sich für das Pferdemarktareal wünschen?
  • Welche Nutzung stellen Sie sich für das westliche Stadtgebiet (u.a. ehemaliges Gelände der Hochschule) vor?
  • Haben Sie Anregungen für Orte die nicht explizit genannt wurden?
  • Welche Nutzungen wünschen Sie sich noch am Marktplatz (u.a. Alte Sparkassengebäude)?

4 Comments

  1. Ich glaube, es ist dringend notwendig, der Innenstadt eine andere Aufenthaltsqualität zu geben. Es braucht mehr Grünflächen, Wasserspiele, auch konsumfreie Räume und Sonnenschutz. Die Menschen kommen nicht nur zum shoppen und essen, sie wollen Kultur und andere Aktivität erleben durch mitmachen oder nur dabei sein. Es braucht neben Spielplätzen auch Jugend-Plätze und Raum für die Alten. Die Alten schauen den Jungen gerne zu.
    Sehr wahrscheinlich können wir uns das Klima in 2035 nicht vorstellen. Wasser ist knapp – auch für den heimischen Garten. Von Mai-September haben wir Hitzeperioden. Auch das Fahrradfahren wird dadurch durchaus mühsam. Wie entwickeln sich die Stadtteile und das Umland, was brauchen die Menschen dann von einer Stadt. Kühle und grüne Räume. Wenn wir die nicht schaffen, drängelt sich alles in der Mall. So sehen die Entwicklungen in Südeuropa nämlich aus. Die Städte sind heiß und staubig, mensch fährt bis zum klimatisierten Gebäude mit dem Auto vor und bewegt sich draußen tunlichst nicht mehr. Wollen wir das so?
    Auf Europa-Ebene starten die ersten Projekte zur Klimaanpassung. Auch für Unternehmen, die eine Risiko-Folgen-Abschätzung vornehmen müssen. Diese Dimension müssen wir im Masterplan 2035 berücksichtigen, zumal die aktuellen Klima-Studien für Niedersachsen im Raum Lingen einen Hotspot ausweisen. Warum das so ist, ist mir ein Rätsel. Aber es ist so.

  2. Ich verstehe die Innenstadt 2035 als einen ausgeweiteten Verweilort zum Flanieren mit einem attraktiven und heterogenen Einzelhandelangebot, welches sich von der Masse der deutschen Innenstädte abhebt.

    Der Fokus wird auf spezielle und individuelle Einkaufsmöglichkeiten, abseits der Modeketten und Fachmärkte gelegt. (auch weil diese bereits im Lookentor ihre Heimat finden). Eine Quote regelt die Belegung der Verkaufsflächen, die, außer in Ausnahmen, eher viele kleine Flächen, anstatt großangelegte Märkte beherbergt. Während die Schlachterstraße und der Marktplatz bereits als gastronomischer Hotspot wahrgenommen wird, verlängert sich dieser Arm entlang der Burgstraße, gemischt mit angesagten Boutiquen und Läden für junges Publikum. Außengastronomische Flächen werden großzügig eingerichtet und genehmigt sein.
    Eine Alleenförmige Bepflanzung sorgt für Schatten, Schallschutz und nötigen Flair in dieser Straße. Kunstinstallationen die entlang der Straße und zwischen den Häusern gespannt werden, sind eine Attraktion und evtl. auch späteres Aushängeschild eines angesagten Ausgehviertels, welches die Lösung für die Wiederbelebung der ausgestorbenen Straße bedeutet. Mietverträge für erdgeschössige Verkaufsräume zu diesen Flächen sollen mittelfristig vergeben werden, potentiell an Geschäftsleute mit einem Angebot, die diesem Modell entsprechen und eben nicht an jene, die nur wenig Frequentierung erzeugen (Versicherungen, Maklerbüros, Kanzleien, Praxen, etc)

    Ebenjene Geschäfte wären angehalten, in die Nebenstraßen und in den äußeren Gürtel der Innenstadt umzuziehen, der dann mittelfristig auch zum verkehrsberuhigten Bereich der Innenstadt gehört.
    Die Große Straße soll das Angebot für vornehmlich senioriges Publikum vorhalten. Ein Mix aus alltäglichem Bedarf, gastronomischen Angebot und Modeketten, sowie Freizeitgestaltung soll die Frequentierung der Innenstadt zu einem beliebten Ausflugsgziel machen. Dies bezieht die Aufwertung der Nebenstraßen zum Bonifatiushospital mit ein. Vor allem barrierefreie Sitzmöglichkeiten und Wegeführung, saubere und helle Ecken machen die Straßen hinter dem Rathaus zu einem einladenden Viertel für die Zielgruppe Ü60.
    Die Burgstraße und Lookenstraße bietet Einkaufsmöglichkeiten und gastronomisches Angebot für Jedermann. An vielen Ecken werden Aufenhaltsmöglichkeiten für Familien mit Kleinkindern geschaffen. Die Achse Lookenpassage bis Marktplatz bietet vor allem qualitative Vielfalt an Einzelhandelsgeschäften.
    Hier kann dann auch von einer Quote gesprochen werden, wenn es darum geht, das Angebot an Bäckereien, Dönerläden, Eisdielen zu regulieren. Diese Mietverträge dürften diesbezüglich nur mittelfristig vergeben werden (z.B. alle 5 Jahre) – die Eröffnung eines konkurrierenden Geschäftsmodell unterliegt dann entsprechenden Auflagen oder eben einer sog. Quote, was rechtlich geprüft werden müsste.
    Der Historische Stadtkern soll gut und gerne erhalten bleiben. Über eine geschmackvolle Neupflasterung des Marktplatzes wäre irgendwann nachzudenken.
    Mut zu Farbe, zu Kunst und Vielfältigkeit. Die Innenstadt bietet verschiedenste Möglichkeiten und Flächen für zeitgenössische Kunst.
    Streetart, Kultur der Partnerstädte, oder die (temporäre) spezielle Gestaltung einer Außenfassade sind Projekte die gefördert und nicht verboten gehören. Eine Zusammenarbeit mit Kunstschule, FH und weiteren Institutionen sind wünschenswert.

    Ein strahlender Ausgangspunkt könnte hierbei das Sparkassengebäude werden. Die Nutzungsänderung kann ein multifunktionales Gebäude mit einem Konzertsaal, einer Galerie, einem Seminarraum für Vereine, ein Workspace für kreative Berufe werden und eine Kunstschule für Mehrgenerationen Angebote beheimaten. Die Außenfassade des Gebäudes kann entsprechend seiner Bewohner etwas kunterbuntes oder wandelbares vertragen.

    Der Pferdemarkt könnte in Korrespondenz zum Kivelingsspielplatz ein Ort für Lingener Familien werden. Ein angeschlossener Stadtgrabenpark kann mit Ansiedlung von familienfreundlichen Spielplätzen und Verweilorten am Pferdemarkt zu einer echten Aufwertung und gut frequentierten Nutzung aufsteigen, vorausgesetzt ein zeitgemäßes Konzept der Bepflanzung ist vorgesehen. Gleichzeitig kann der Pferdemarkt auch einer der Anfahrtspunkte für Fahrradstellplätze und Elektrotankstellen ebenjener Vehikel sein, um die Innenstadt zu erreichen und zu verlassen. Eine sog. Citywache mit einer dauerhaften Besetzung der Polizei wäre hier sicher gut beheimatet.

    Das Amtsgericht an ebenjener Stelle ist im Konzept der Innenstadt 2035 nicht mehr zeitgemäß bzw. eine Verschwendung des Standortvorteils. Eine neue Heimat für dieses Gebäude wäre wünschenswert. Ein Jugend und Kulturzentrum wäre an dieser Stelle viel besser platziert. Über eine Nutzungsänderung könnte nachgedacht werden. Der Innenhof könnte in Sommermonaten ein dauerhaftes Konzert- und Kultur Venue werden.

  3. Ich schließe mich Julia de Lange an:… Früher gab es im centrum Abwechslung(Mode, Lebensmittel usw) und vor allem ein „historisches chic“….. Willst du Handy, Döner oder Friseur, bist du heute in Lingen richtig….. Willst du auch Mode etc für ältere/Senioren, dann fahr lieber woanders hin… Es wird regelmäßig gefragt, was sich in Lingen ändern sollte, doch positiv geändert wird nichts für den Bürger, geschweige denn dem chic der historischen Stadt…. Was ist aus Lingen nur geworden….

  4. Was fehlt in der Innenstadt?
    Zu dieser Frage möchte ich gerne meine Kindheitserinnerungen
    aktivieren…
    zu dieser Zeit, erledigte mein Opa mit mir ganz selbstverständlich in der Innenstadt seinen kompletten Einkauf des alltäglichen Bedarfs. Bäcker, Fleischer, Obst- und Gemüse, selbst der kaputte Fahrradschlauch wurde am Ende der Burgstraße neu eingekauft.
    Wir haben alles fußläufig (und gleichzeitig umweltfreundlich & regional) eingekauft!
    Diese Möglichkeit fehlt!!!

    Eigentümergeführte Läden – nicht nur „große Ketten“ – Individualität statt „alles gleich“.
    Dies müsste durch akzeptable und finanzierbare Mieten gefördert werden.
    Es muss sich lohnen – die individuelle und emsländische Schönheit unserer Innenstadt zu erhalten & zu entfalten.

    Westliches Stadtgebiet (ehemaliges Gelände der Hochschule):
    ein großer Spielplatz (vielleicht auch mit Indoorbereich), Parkanlage, einen Teil zur Nutzung eines modernen Fahrrad-Parkplatzes umbauen.

    Nutzung – altes Sparkassengebäude:
    Ich wünsche mir hier eine wertvolle Nutzung des Gebäudes: der Wichtigkeit der Lage entsprechend mit Einzelhandel, Gastronomie und / oder Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt.
    Ein Leerstand in dieser exponentiell wichtigen Lage wäre fatal.

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